Ersatzgeschwächt unterliegt Mainz Oberliga-Anwärter Neuwied mit 1:15

Der TSV SCHOTT Mainz hat im Halbfinal-Hinspiel des Rheinland-Pfalz-Pokals ersatzgeschwächt deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen. Mit 1:15 verloren die Schützlinge von Trainer Holger Pöritzsch gegen den EHC Neuwied. Gleichwohl sollte man in Rechnung stellen, dass die Mainzer auf nicht weniger als neun Spieler verzichten musste, darunter beinahe die gesamte Verteidigung. Die Bären stehen vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag im Neuwieder Ice House somit fast sicher im Pokalfinale.

Eishockey-Rheinland-Pfalz-Pokal, Halbfinal-Hinspiel: TSV SCHOTT Mainz - EHC Neuwied 1:15 (0:7, 1:3, 0:5). Als etatmäßige Defender standen lediglich Bennet Bergmann und Thomas Heinecke zur Verfügung, zusätzlich half Michael Horcicka wie zuletzt in der Abwehr aus. Zahlreiche Leistungsträger fehlten, und so fiel es den Wölfen doppelt schwer, sich auf das vom Oberliga-Anwärter vorgelegte Tempo umzustellen. „Wir haben es im ersten Drittel nicht geschafft, den Schalter von der Hessenliga umzulegen und sind von Neuwied geradezu überrannt worden“, resümierte Pöritzsch tags darauf. Teilweise im Zwei-Minuten-Takt klingelte es im Kasten von Marc Stromberg, der einem im ersten Abschnitt nur leidtun konnte. 0:7 hieß es nach 20 Minuten, und es sollten noch 40 weitere folgen.

Immerhin gab sich Mainz trotz des aussichtslosen Rückstands nicht auf und versuchte, sich nach dem 0:8 durch den Kölner Nachwuchsprofi Florian Lüsch aus der Deutschen Nachwuchs-Liga (21.) in die Partie zu beißen. „Wir haben uns nicht hängen lassen und im mittleren Spielabschnitt die beste Leistung des Abends gezeigt“, sagte Pöritzsch. Martin Sagula besorgte zwar das zwischenzeitliche 1:8 (32.), mit einem Achtungserfolg in Form eines Unentschiedens schafften es die Wölfe dennoch nicht in die zweite Pause. Der Klassenunterschied zeigte sich auch im Schlussabschnitt. Während Mainz trotz einiger Konterchancen ohne weiteren Torerfolg blieb, zeigte sich Neuwied in der Schlussphase nochmals eiskalt und zog auf 1:15 davon.

Vor dem Rückspiel in einer Woche ruht die Hoffnung vor allem auf der Rückkehr einiger verletzter und kranker Leistungsträger. Mit einem verstärkten Kader will der Coach den Bären dann über drei Drittel Paroli bieten, ehe es in den Hessenliga-Playoffs ernst wird.

Mainz: Stromberg; Bergmann, Horcicka; Heinecke; Sagula, Dalaker, Cimburek; Naulin, Lohse, Novak; Reccius, Posacki, Schemenauer.

Tore: 0:1 (3.) Hergt (Kiedewicz), 0:2 (5.) C. Czajka (Lüsch, A. Czajka), 0:3 (6.) Kiedewicz (Hergt), 0:4 (8.) Blumenhofen (A. Czajka, Reschetnikow), 0:5 (14.) Hergt (Kiedewicz), 0:6 (17.) Kühlem (Stroecks), 0:7 (19.) Blumenhofen (Kühlem, Halfmann), 0:8 (21.) Lüsch (Hamann), 1:8 (32.) Sagula (Dalaker, Bergmann), 1:9 (35.) Kiedewicz (Hergt), 1:10 (36.) Blumenhofen (Reschetnikow), 1:11 (49.) Büermann, 1:12 (52.) C. Czajka (Hamann, Lüsch), 1:13 (53.) Solder (A. Czajka), 1:14 (56.) Blumenhofen (Reschetnikow, Halfmann), 1:15 (59.) Büermann (Reschetnikow, Stroecks).

Strafminuten: Mainz 8 – Neuwied 4.

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