Schon nach wenigen Wochen ist bei der Reserve der Mainzer Wölfe die Trainerdiskussion entbrannt. Ist Hans Schmidt noch der richtige Mann an der Bande? Erreicht er seine Mannschaft überhaupt noch? Diesen Fragen muss sich der Coach nach der 0:7 (0:0, 0:1, 0:6)-Heimniederlage gegen Tornado Luxemburg stellen. In der zweiten Drittelpause schien beim Stand von 0:1 eine Wendung möglich. Dann machten die Gäste sechs Buden. Doch Schmidt hat schon Lösungsansätze.
40 Minuten und 14 Sekunden hielt sich Mainz dank eines starken Martin Spengler im Tor, konsequenter Defensivarbeit und einer Portion Glück aussichtsreich in der Partie. Dann erzielte die Luxemburger Zweitvertretung mit dem ersten Wechsel des Schlussabschnitts das 0:2 und hatte von da an leichtes Spiel. Schmidts Schützlinge hatten schon zuvor Torchancen produziert, weil sie bei Scheibenbesitz zu hektisch agierten. Nun brachen im eigenen Drittel die Dämme.
Trotz der Niederlage gibt sich der Trainer kämpferisch und denkt offenbar nicht daran, den gerade erst angenommenen Job freiwillig an den Nagel zu hängen. "Der Hansi ist erfahren und wird das schon hinkriegen", heißt es aus der Mannschaft. Eine fruchtbare Maßnahme ist die Installierung von Jörn Godziewski als Co-Trainer bei den gut besuchten Trainingseinheiten, eine andere könnte sich als echte Revolution herausstellen: Schmidt plant offenbar, künftig alle Stürmer in der Verteidigung und alle Verteidiger im Sturm aufzubieten. Ein erster Test im Training verlief äußerst positiv.
Mainz: Spengler (52:04 Wingels); Krehbiel-Gräther, Reccius; Lendering, Zimmermann; Mustaf, Rathgeber; Godziewski, Roßnagel, Hempel; Andreou, Ludewig, Domann; Gaida, Löw, Bootz.
Strafminuten: Mainz 10 - Luxemburg 10.
Das Auswärtsspiel der 1b beim EV Bitburg ist am 23. Oktober abgesagt und mit 5:0 für Bitburg gewertet worden, weil kein neuer Termin gefunden wurde. Die Bären kommen am 13. November zum nächsten Spiel der Rheinland-Pfalz-Liga nach Mainz.


