Erfolgserlebnisse zum Start in die neue Saison sind immer etwas Feines. Die 1b des TSV SCHOTT Mainz erfreute sich gleich an zwei: Neu-Trainer Hans Schmidt konnte zwei komplette Reihen aufbieten - ein zuletzt eher ungewohnter Luxus - und es gelang der erste Saisontreffer. Nur hatten die Gäste vom EHC Neuwied 1b ihre eigenen Pläne. Sie brachten gleich vier Reihen im Mannschaftsbus mit und gewannen 14:1 (4:0, 6:0, 4:1) in der Eissporthalle am Bruchweg.

Das Ergebnis lässt vermuten, dass ein gewisses Leistungsgefälle zwischen beiden Teams doch mehr oder weniger deutlich zu Tage trat. Das hielt die heimischen Wölfe indes keinesfalls davon ab, 60 Minuten lang Widerstand zu leisten. So erdrückend die Überlegenheit der technisch beschlagenen und schlittschuhläuferisch gut ausgebildeten Bären aus Neuwied auch war, aufgeben gehörte an diesem Abend nicht zum Wortschatz der Hausherren. Im letzten Drittel belohnten sie sich schließlich mit dem Ehrentreffer durch Ole Ludewig. Der Nachwuchsmann zog energisch Richtung Tor und durfte nach einem verdutzten Blick hinter die Torlinie jubeln. Sein erster Ligatreffer!

Sicherlich die geringsten Sorgen bereitet in dieser Spielzeit die Torhüterposition. Für Neuzugang Martin Spengler eröffneten sich ausreichend Gelegenheiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Er hielt, was zu halten war, und das mit teils sehenswerten Paraden. Backup Daniel Wingels wechselte im Verlauf des Schlussabschnitts zwischen die Pfosten und fügte sich nahtlos ein. Fast wäre der junge Keeper ohne Gegentor geblieben, ein Bauerntrick in der vorletzten Minute verhindert dies.

Weitere Erfolgserlebnisse mussten somit erst einmal warten. Weniger als zehn Gegentore in Bitburg wären ein solches. Beim Topfavoriten der Liga muss die Reserve der Wölfe am kommenden Sonntag antreten. "Quantitativ", sagt Center Christoph Rathgeber, "hoffen wir auf eine leichte Steigerung": Aus Urlaub und Lazarett werden Spieler zurückerwartet - und zwar sehnlichst! Mit zehn plus x Feldspielern und vergleichbaren Torhüterleistungen kann die Untergangsstimmung vielleicht etwas gedämpft werden.

 

Wölfe: Spengler (47:11 Wingels); Krehbiel-Gräther, Reccius; Lendering, Zimmermann; Andreou, Kraffer, Löw; Ludewig (1/0), Rathgeber, Bootz.

Strafminuten: Mainz 10 - Neuwied 22.