4:4 – Wölfe sind in Neuwied nah dran, das Finale zu drehen

Sie waren nah dran an der Überraschung, mussten am Ende aber den Gastgebern zum Gewinn des Rheinland-Pfalz-Pokals gratulieren. Das konnten die Eishockeyspieler des TSV SCHOTT Mainz mit erhobenem Haupt tun und der Gewissheit, dem in dieser Saison zwei Klassen höher spielenden EHC Neuwied in zwei Finalspielen alles abverlangt zu haben. „Es war vielleicht die beste Leistung der Mannschaft in dieser Saison“, sagte ein stolzer Teammanager Milan Nosek nach dem 4:4 (2:1, 1:1, 1:2) am Donnerstagabend; das Hinspiel hatten die Wölfe 3:5 verloren.

Fast 900 Zuschauer waren zum letzten Spiel der Saison ins Icehouse Neuwied gekommen. Die bedachten nach einem mitreißen, spannenden Rückspiel auch die Gäste mit Ovationen, nachdem sie bis kurz vor Schluss um den Pokalsieg für ihre favorisierten Bären gezittert hatten. Denn als Vaclav Cimburek in Spielminute 46 das 4:3 für Mainz erzielte, waren die Wölfe kurz davor, den Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen. „Wir haben Neuwied in den letzten Minuten unter großen Druck gesetzt, aber leider 3:47 Minuten vor Schluss einen Konter zum 4:4 kassiert“, berichtete Nosek. „Vielleicht haben uns nur unnötige Strafzeiten im zweiten Drittel den Titel gekostet.“ Fünf Zwei-Minuten-Strafen waren es im Mittelabschnitt, eines der Überzahlspiele nutzte Neuwied zum zwischenzeitlichen 2:2 durch Stephan Petry (29.).

Einmal mehr war es Spielertrainer Alexey Gebel, der die Wölfe in der fünften Spielminute in Führung gebrachte hatte. Wie schon die gesamte Saison über hatte Mainz in Marc Stromberg einen großen Rückhalt im Tor stehen. Stromberg wehrte mehrere Großchancen der Bären ab, sah nur beim 1:1 durch Wilhelm Hamann aus spitzem Winkel etwas unglücklich aus (17.). „Marc im Tor war wieder hervorragend“, lobte Nosek seine Nummer eins. Dank Paul Knihs (20.) ging Mainz mit einer 2:1-Führung in die Kabine. Petrys 2:2 beantwortete Nicolas Johansson mit dem 3:2 (31.), und nach René Stings 3:3 (43.) brachte der Slowake Cimburek die Wölfe zum dritten Mal in Führung. Petry sicherte Neuwied mit seinem zweiten Treffer in der 57. Minute schließlich den Pokal.

„Ein Unentschieden gegen einen Oberligaverein ist für uns ein riesiger Erfolg. Die Funktionäre aus Neuwied und vom Verband haben mit hoher Anerkennung über unsere Leistung gesprochen und das Spiel wegen seiner Spannung und Qualität als würdiges Endspiel bezeichnet“, sagte Nosek. In der Kabine bedankte er sich bei seiner Mannschaft für das tolle Ende einer hervorragenden Saison, in der die Mainzer zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte einen Meistertitel bejubeln konnten.

Wölfe: Stromberg; Bergmann, Schumacher, Wölk, Bianchi, Haselsteiner; Gebel, Sagula, Nytra, Horcicka, Johansson, P. Knihs, Eisenträger, Mustaf, Dalaker, Cimburek.

Tore: 0:1 (5.) Gebel (Bianchi), 1:1 (17.) Hamann (Wichterich, Petry), 1:2 (20.) Knihs (Horcicka, Gebel), 2:2 (29.) Petry (Hamann, Ross), 2:3 (31.) Johansson (Knihs, Horcicka), 3:3 (43.) Sting (Bill, Ross), 3:4 (46.) Cimburek , 4:4 (57.) Petry (Bill).

Strafminuten: Neuwied 22 – Mainz 18.

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Wölfe verteidigen in Beaufort ihren Vorsprung und holen ersten Meistertitel

Es ist vollbracht: Die Mainzer Wölfe haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte einen Meistertitel gewonnen. Zwar verloren sie das Finalrückspiel um die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft beim IHC Beaufort mit 4:5 (1:1, 2:3, 1:1), verteidigten mit dieser knappen Niederlage aber erfolgreich den Vorsprung aus dem 9:3 gewonnen Hinspiel. „Das ist der größte Erfolg für uns und eine Bestätigung für unsere kontinuierliche Arbeit am Eishockeystandort Mainz“, jubelte Teammanager Milan Nosek, der als langjähriger Vorsitzender mit klarer Zielsetzung so etwas wie der Architekt dieses Erfolgs ist.

Schon nach den ersten Hauptrundenspielen der Saison 2012/13 sprach Nosek davon, dass es gelungen sei, das bislang stärkste Team des 1999 zunächst als Hobbymannschaft gegründeten Vereins zusammenzustellen. Die Meisterschaft hat diese These bestätigt. Die Wölfe präsentierten sich als homogene Einheit mit einwandfreiem Charakter und intakter Moral. Diese Qualitäten zeigten sie noch einmal im Finalrückspiel, als es darauf ankam. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel (1:1) zog Beaufort bis zur Spielmitte durch Tore von Xavier Thill (23.), Thierry Beran (24.) und Benny Welter (30.) auf 4:1 davon. Der Vorsprung von sechs Toren war in diesem Moment auf zwei zusammengeschmolzen – doch eine Zitterpartei ersparten sich die Mainzer. Spielertrainer Alexey Gebel brachte mit einer Auszeit Ordnung zurück in die eigenen Reihen. Paul Knihs, der die Wölfe zusammen mit Bruder Anton während der Saison verstärkt hatte, traf in der 38. Minute zum 2:4; kurz darauf schaffte Nicolas Johansson, wie Gebel vor der Saison aus Wiesbaden verpflichtet, den 3:4-Anschluss. Nach Ben Houdremonts 5:3 für Beaufort (44.) machte spätestens Michael Horcicka, ein langjähriger Mainzer Wolf, mit dem vierten Treffer in Überzahl (54.) alles klar.

An Gründonnerstag, 28. März, wartet auf die Mainzer die Kür dieser Saison. Sie reisen zum Finalrückspiel des Rheinland-Pfalz-Pokals zum EHC Neuwied, der in dieser Saison Oberliga-Luft geschnuppert und das Hinspiel Anfang Februar 5:3 in Mainz gewonnen hat. „Natürlich würden wir nach 2011 gerne zum zweiten Mal den Pokal gewinnen, doch wir können ohne Druck nach Neuwied fahren, dort die letzten sechzig Minuten der Saison genießen und vielleicht eine Überraschung schaffen“, sagt Nosek. Der Teammanager treibt derweil schon die Planungen für die neue Saison voran. Mit der Meisterschaft in Liga fünf haben die Mainzer das Aufstiegsrecht in die viertklassige Regionalliga West erworben. Ob man dieses Abenteuer wagt, muss bis Mai entschieden sein.

Wölfe: Stromberg; Bergmann, Schumacher, Michalek, Wölk, Haselsteiner; Eisenträger, Horcicka, Nytra, Mustaf, Sagula, Johansson, Gebel, A. Knihs, Cimburek, P. Knihs.

Tore: 1:0 (4.) R. Beran (Thill), 1:1 (20.) P. Knihs (Cimburek, Sagula), 2:1 (23.) Thill (B. Welter), 3:1 (24.) T. Beran (D. Houdremont), 4:1 (30.) B. Welter, 4:2 (38.) P. Knihs (Sagula), 4:3 (39.) Johansson (Schumacher), 5:3 (44.) B. Houdremont, 5:4 (54.) Horcicka (P. Knihs, Sagula).

Strafminuten: Beaufort 18 + 10 (B. und D. Houdremont) – Mainz 8.

 

Wölfe gewinnen das Hinspiel gegen Beaufort deutlich mit 9:3

Die Eishockeyspieler des TSV SCHOTT Mainz stehen kurz vor dem Gewinn der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Sie gewannen am Sonntagabend in eigener Halle das Finalhinspiel gegen den IHC Beaufort aus Luxemburg deutlich mit 9:3 (2:1, 4:0, 3:2) und müssen diesen Vorsprung am kommenden Samstag (19 Uhr) im Rückspiel in Beaufort verteidigen. „Ich bin hochzufrieden mit meiner Mannschaft. Aber gewonnen haben wir die Meisterschaft noch nicht“, sagte Wölfe-Teammanager Milan Nosek. Er dürfte in dieser Trainingswoche alles daran setzen, eine fokussierte und genauso konzentrierte Leistung in der Fremde einzufordern.

Lediglich der verletzte Viktor Brauer sowie die verhinderten Sascha Haselsteiner und Robert Dalaker fehlten den Wölfen. In dieser Besetzung ließen sie dem Gastverein aus dem Nachbarland, gleichzeitig Titelverteidiger als Landesmeister, im Prinzip keine Chance. Zwar ging Beaufort mit der ersten Tormöglichkeit durch Benny Welter in Führung, doch dieser Fehlstart hinterließ bei den selbstbewussten Mainzern keine Spuren. Alexey Gebel schoss aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein (3.), Paul Knihs traf aus der Drehung durch die Beine seines Gegenspielers zum 2:1 in den Torwinkel – ein sehenswerter Treffer in der zehnten Minute.

Aus einer konzentrierten Defensive startete Mainz immer wieder gefährliche Angriffe, die im zweiten und dritten Drittel zwangsläufig zu weiteren Toren und fast einer Art Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft führten. Nicolas Johansson (22.), Martin Sagula (30.), Witali Wölk (38.), zweimal Vaclav Cimburek mit der Rückhand (39. und 41.) sowie abermals Johansson (49.) und Knihs (56.) schraubten die Ausbeute auf neun Tore in die Höhe. Offensiv lief es also wie am Schnürchen, und die Abwehr hatte die Luxemburger Nationalspieler über weite Strecken im Griff. Was doch durchkam, war meist eine sichere Beute des starken Marc Stromberg. Der Mainzer Torhüter musste in den letzten zehn Minuten nur noch zwei platzierte Schüsse von Welter (51.) und Thierry Beran (58.) passieren lassen, wobei er keine Abwehrchance hatte. Beaufort, das Mitte des zweiten Drittels seinen Stammtorwart Michel Welter durch Verletzung verlor, konnte die Differenz vor dem Rückspiel im eigenen Eisstadion somit immerhin auf sechs Treffer begrenzen.

Mainz: Stromberg; Bergmann, Schumacher, Michalek, Wölk; Eisenträger, Horcicka, Nytra, Mustaf, Sagula, Johansson, Gebel, A. Knihs, Cimburek, P. Knihs.

Tore: 0:1 (1.) B. Welter (B. Houdremont), 1:1 (3.) Gebel (Johansson), 2:1 (10.) P. Knihs (Sagula, Cimburek), 3:1 (22.) Johansson (Gebel, Schumacher), 4:1 (30.) Sagula (Cimburek, P. Knihs), 5:1 (38.) Wölk (Cimburek, Gebel), 6:1 (39.) Cimburek (Bergmann, Horcicka), 7:1 (41.) Cimburek (A. Knihs), 8:1 (49.) Johansson (Horcicka), 8:2 (51.) B. Welter (D. Houdremont, T. Beran), 9:2 (56.) P. Knihs (Horcicka, Bergmann), 9:3 (58.) T. Beran (B. Welter, B. Houdremont).

Strafminuten: Mainz 8 – Beaufort 6.

 

Knappe Niederlage im Finalrückspiel in Beaufort reicht

Es ist vollbracht! Die Mainzer Wölfe haben am Samstagabend trotz einer knappen Niederlage beim IHC Beaufort das Finale der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft für sich entschieden. Das 5:4 für die Luxemburger reichte den Wölfen, um den Vorsprung aus dem 9:3 gewonnenen Hinspiel zu verteidigen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Niederlage gegen Beaufort und Sieg gegen Bitburg – Sonntag Finalheimspiel

Die Mainzer Wölfe haben Hauptrundenplatz eins in der Rheinland-Pfalz-Liga knapp verpasst und müssen am kommenden Sonntag ab 18 Uhr in der Eissporthalle am Bruchweg vorlegen. Dann steht das Hinspiel um den Meistertitel gegen den IHC Beaufort auf dem Spielplan. Am Samstag verloren die Mainzer das letzte Hauptrundenduell mit dem Gastverein aus Luxemburg 3:5. Dem ließen sie am Sonntag einen für beide Teams letztlich bedeutungslosen 4:3-Sieg gegen Bitburg folgen.

TSV SCHOTT Mainz – IHC Beaufort 3:5 (1:2, 1:1, 1:2). Das Spiel begann eine Viertelstunde später als geplant – aber die Spieler waren froh, dass der Puck überhaupt fiel. Die Eismaschine war ausgefallen, weshalb schließlich 60 Minuten ohne Eisaufbereitung gespielt wurde. Die Konzentration insbesondere der Hausherren litt zu Beginn unter diesen Umständen, und Beaufort gelang die Führung durch Robbo Beran (4.). Spielertrainer Alexey Gebel glich nur 35 Sekunden später aus, doch ab kurz vor der Drittelpause liefen die Wölfe pausenlos einem Rückstand hinterher. Michael Horcicka und Bennet Bergmann brachten sie nach dem 1:3 beziehungsweise 2:4 auf ein Tor heran, doch zum Ausgleich reichte es bis zur Schlusssirene nicht. Schlimmer als die Niederlage und der damit feststehende zweite Platz war jedoch die Verletzung von Viktor Brauer. Der Verteidiger zog sich in der 34. Minute bei einem Kniecheck einen Bänderriss zu und muss operiert werden. Übeltäter Frank Schram erhielt für dieses Foul eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Am Sonntag und eine Woche später (10. März) in Beaufort sehen sich die Finalgegner zu den beiden wichtigsten Spielen der Saison wieder.

Mainz: Stromberg; Brauer, Schumacher, Michalek, Wölk, Haselsteiner, Bergmann; Horcicka, Sagula, Eisenträger, Johansson, Gebel.

Tore: 0:1 (4.) R. Beran (B. Welter), 1:1 (4.) Gebel (Johansson), 1:2 (20.) B. Houdremont (Grönlund), 1:3 (34.) B. Welter (B. Houdremont), 2:3 (37.) Horcicka (Wölk, Gebel), 2:4 (53.) T. Beran, 3:4 (53.) Bergmann (Horcicka, Sagula), 3:5 (55.) B. Houdremont (Wambach, T. Beran).

Strafminuten: Mainz 8 – Beaufort 16 + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Schram) + 10 (R. Beran).

TSV SCHOTT Mainz – Eifel-Mosel Bären 4:3 (3:1, 0:1, 1:1). Neben Brauer fiel am Sonntagabend auch Stürmer Nicolas Johansson, der gegen Beaufort ebenfalls einen Check mit Verletzungsfolge abbekommen hatte. Mainz geriet noch früher in Rückstand als gegen Beaufort (nach exakt zwei Minuten) – und glich noch schneller durch Gebel aus (32 Sekunden später). Der Spielertrainer baute dieses Tor zu einem lupenreinen Hattrick aus und erzielte mit dem 4:2 im letzten Drittel auch noch das Game Winning Goal. Ansonsten merkte man Mainz an, dass das Spiel vom Vortag noch in den Knochen steckte, und Bitburg, dass es das letzte Spiel der Saison war.

Mainz: Fach; Schumacher, Michalek, Wölk, Haselsteiner, Bergmann; Horcicka, Sagula, Eisenträger, Gebel.

Tore: 0:1 (3.) Berens, 1:1 (3.) Gebel, 2:1 (12.) Gebel, 3:1 (18.) Gebel, 3:2 (35.) Golumbeck (Janega), 4:2 (46.) Gebel (Horcicka, Bergmann), 4:3 (58.) Golumbeck (Janega, Höffler).

Strafminuten: Mainz 8 – Bitburg 12.

Termine der Finalspiele um die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft

3. März, 18 Uhr, Eissporthalle am Bruchweg: TSV SCHOTT Mainz – IHC Beaufort

9. März, 19 Uhr, Patiniore de Beaufort: IHC Beaufort – TSV SCHOTT Mainz

 


Die SCHOTT AG